Schauspiel


happy_shopping

Schauspiel/Satire
2m/2w (+NR ohne Text wenn gewünscht); 1BB; 90 Min;

Unschlagbar billig und unsagbar menschenverachtend sind die shopping slums, jene Onlinehändler und Diskonter, bei denen Profitmaximierung zu Lasten des Wohlergehens ihrer Mitarbeiter*innen betrieben wird. Unwürdige Arbeitsbedingungen durch psychischen Druck wie Kontrolle durch Kolleg*innen, Vorgesetzte sowie digitalen Maßnahmen, willkürliche Lohnkürzungen, strikte Arbeitsvorgaben minimaler und geisttötender Arbeitsschritte unterwandern die Würde der Angestellten. Eine gesetzliche Interessensvertretung wird in diesen Betrieben immer noch mit unerlaubten Druckmitteln unterbunden.   

 

Dramatisches Ziel:

Damit Geiz geil bleibt und die Gier nach allem was nach Schnäppchen aussieht aufrecht, sind raffgierige Bosse sowohl einfallsreich als auch skrupellos, was die Mittel zum Zweck betrifft. Kameras, Pestizide, verhörähnliche Mitarbeiter*innengespräche und fast kostenfreie, dafür verfallsreife Verkaufs- und Lagerhallen bilden die Basis. Wer nicht mitmacht, wird schnell ersetzt und steht auf der Straße. Soweit die Realität, in der Menschen aber immer noch Menschen bleiben – mit allen Wünschen, Vorlieben und Sehnsüchten – mit ihren guten aber durchaus auch miserablen Eigenschaften. Am Ende geht es allerdings immer um die Würde, die jeder für sich selbst aufrechterhalten muss/will, egal in welchem Umfeld. Maybe that´s the way out of „viel, mehr, am meisten und billig, billiger, am billigsten – egal auf wessen Kosten“. Ein Blick durchs dramatische Mikroskop...

 

Inhalt:

Einmal im Jahr besucht der „Chef“ seine Geschäfte und spricht höchst persönlich mit jeder/m einzelnen Angestellten. Er bemerkt allerdings nicht, dass er mit manchen mehrmals spricht – nur eben jeweils in einem anderen Unternehmen, weil es überall nur McJobs gibt und niemand mit nur einer Anstellung seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Genauso wahllos benutzt er seine Mitarbeiterinnen als sexuelle Gespielinnen. „Sie“ weiß diese schlechte Angewohnheit für sich zu nutzen und nimmt im Gegenzug dazu rücksichtslos Sprosse für Sprosse die Karriereleiter. Je weiter „Sie“ hinaufkommt, desto berechnender wird „Sie“, was sich im Verhältnis zu ihrer „Kollegin“ spiegelt. „Kollegin“ emanzipiert sich aufgrund ihrer soziophilen Lebensphilosophie anders aus der McJob-Situation. „Er“, einstiger Lebensgefährte von „Sie“, bleibt ohne konkrete Zielformulierung beruflich und privat auf der Strecke. „Chef“ gelangt letztendlich in ein emotional-soziales Out, das ihm aber nicht weiter nahe geht, da er grundsätzlich nicht viel an sich heranließ und -lässt.

 

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Lippenbekenntnisse

Schauspiel zum Thema Rassismus (UA frei)
3m/3w; 1BB; 90 Min.

Ein Experiment soll zeigen, wie schnell jedeR von uns in eine Manipulationsfalle tappt, wenn nur die Argumente nachvollziehbar aufbereitet werden. Der immer (noch) weiter um sich greifende Rassismus ist ein Manipulationsmuster, das durch bestimmte politisch motivierte Parolen gefüttert wird.

Manipulation geschieht überall dort, wo Macht ein Thema ist - im privaten, im öffentlichen und im wirtschaftlichen Raum. Es muss ein Teil der Bildung werden, solche Strategien entlarven und dem etwas entgegensetzen zu können. Das Stück soll einen Beitrag dazu leisten.

 

Inhalt:

Jana ist mit Nabil verheiratet, dessen Eltern aus Ägypten stammen – man sieht ihm an, dass seine Wurzeln in einer anderen Kultur verankert sind. Immer wieder schlägt ihm Alltagsrassismus entgegen, was ihn zunehmend in seiner Lebensfreude hemmt. Jana kommt im Laufe ihrer Beziehung das Verständnis für seine Nöte abhanden und sie fordert ihn auf, dagegen anzugehen, den Leuten mutig die Stirn zu bieten, was aber nur dazu führt, dass Nabil sich unverstanden fühlt. Schließlich beschließt Jana, eine Probe aufs Exempel zu machen: Sie lädt Freunde ein um an ihnen ein Experiment zu versuchen. Nabil macht gute Mine zum unbekannten Vorhaben, während Jana behauptet, es sei ein neues Gesellschaftsspiel. Sie setzt einen bekannten wissenschaftlichen Manipulationstest ein, um ihrem Mann quasi ein Übungsfeld gegen den ihn so quälenden Rassismus zu bieten.

Im Laufe des Abends geht es hoch her mit Vorurteilen, Bildung von Allianzen, wilden Behauptungen und letzten Endes gelingt Janas Manipulation perfekt.

Ihre Freunde tappen in die gestellte Rassismusfalle und können sich selbst nicht erklären, wie das möglich war. Alle hatten sich selbst als weltoffene, tolerante und achtsame Menschen eingestuft und stehen fassungslos vor einer bitteren Wahrheit: Mit den „richtigen“ Argumenten lässt sich fast jedeR – bis zu einem gewissen Grad und manche weit darüber hinaus – manipulieren.

 

Das Stück entstand 2021 im Rahmen eines Arbeitsstipendiums der Kärntner Landesregierung.

 

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schnitt_muster

Schauspiel in drei Bildern - Rechte: Theaterverlag Adspecta
12 Pers. variabel - kleine Fassung: 6 Personen (2m/4w); 1BB; 90 Min.
Jeder will schön sein. Wer etwas anderes behauptet lügt. Schönheit und Geld regieren ja angeblich die Welt. Aber was genau ist schön? Eine Glatze, eine Löwenmähne? Großer Busen, kleiner Busen? Gemütliche Waschbär-Vorderfront oder brettlharter Waschbrettbauch? Wird es in Zukunft nur mehr, sagen wir mal, zehn Modelle von Menschen geben, nach Vorlage von Pamela Anderson, Brad Pitt, Britney Spears und Co? 

Das Stück schnitt-muster begibt sich auf eine Forschungsreise in die Welt der Schönen und Schön-Operierten. Neben beinharter Kritik am Anderen, fliegen jede Menge guter aber auch unerbetener Ratschläge durch den Warteraum von Doktor Schöngold. Vermeintlich notwendige Korrekturen an allen erdenklichen Körperteilen stehen medizinisch notwendigen „Reparaturen“ gegenüber – doch bei aller Schönheit:
Am Ende siegen die Gefühle.

Dauer: 90 Minuten

 

Bühne: 2 einfache Dekorationen

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Lieblingsstücke

Kammerschauspiel zum Thema Manipulation (3w; 1BB; 90 Min.)
UA frei

Die Freude ist riesengroß: Nach einer ausgedehnten finanziellen Durststrecke soll Adele einen renommierten Preis für ihre Kreationen bekommen! Journalistin, Erzfeindin und ehemalige Schulkollegin Belinda Graber verspricht eine große Reportage darüber zu veröffentlichen. Doch Belinda nutzt ein Treffen weniger zur Recherche als zu manipulativen Aktionen, um Adele und ihrer Partnerin Helena das erfolgversprechende kleine Unternehmen abzujagen. Helena warnt Adele, trotzdem scheint sie der gewieften Belinda auf den Leim zu gehen. Ein Spiel der freien Kräfte beginnt … Loyalität, Freundschaft, Geschäftssinn und Ehrgeiz sind die Zutaten in einem Kampf um Erkenntnis der eigenen Stärken und Schwächen.

Ziel des Stückes ist aufzuzeigen, wie leicht Menschen zu manipulieren sind, wenn jemand die entsprechenden Mechanismen kennt und anwendet, und allgemeingültige ethische Grundsätze solcher Methoden missachtet, nur um sich einen persönlichen bzw. wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen.

 

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Rousseau to go

Schauspiel (4w oder 3w/1m; 1BB; ca 90 Min )
frei zur UA

Prägen wir als einzelne Individuen die Werte einer Gesellschaft oder werden wir von den Werten einer Gesellschaft geprägt? Und was ist aus der aufklärerischen Philosophie von Jean Jacques Rousseau „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ geworden, in einer globalen Welt wo sich Wertehaltungen unterschiedlicher Kulturkreise im Alltag begegnen?

 

Inhalt:

Re-Designerin Anna und die Universitätslektorin Eva leben in einem Ressort in Marokko. Sie genießen das lockere Leben, die offene Gastfreundschaft des Landes, lernen aber auch Kriminalität und bittere Armut kennen. Als sich eines Nachts Anna gegen einen Einbrecher durch den gezielten Wurf eines schweren Glastellers verteidigt, dieser leblos zu Boden sinkt und von ominösen Männern von ihrer Terrasse entfernt wird, entbrennt die Frage über den Wert oder gar Unwert des Lebens im kulturellen Kontext des Landes. Anna kümmert sich nicht weiter, was weder ihre zu Besuch kommende Lebensgefährtin Lea, noch Eva gutheißen. Während Lea Annas neue Wertehaltung dazu bringt, die Beziehung zu beenden, lernen Eva und Anna zu akzeptieren, dass Araber einen eigenen Wertekodex leben. Am Ende steht die Überlegung, wieweit wir uns neuen Werthaltungen unterwerfen (sollen), wenn wir in einem fremden Kulturkreis leben (wollen).

 

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Spielen Sie Brahms

Biografischer Dialog (1m/1w; 1BB; ca. 100 Min)
frei zur UA

Was haben Johannes Brahms und Tina Turner gemeinsam? In diesem Stück ist es das Naheverhältnis zum fiktiven Urgroßneffen des Komponisten… Papier ist ja bekanntermaßen durchaus geduldig!

Die Autorin und Theaterregisseurin Hella Schein sucht händeringend die ideale Besetzung für ihre Musikerbiografie von Johannes Brahms. Sie hat sich auf Manuel Till Minotti kapriziert. Der aber liebäugelt mit einem lukrativeren Engagement an einem anderen Theater, findet Brahms old-school und außerdem kann er weder Notenlesen noch Klavierspielen – sein Instrument ist das Darstellen interessanter Figuren, meint er. Es kommt immerhin zu einer Leseprobe und so arbeiten die beiden Protagonisten anhand der Brahmsbiografie die Nöte, Ängste und Stolpersteine im Kulturbetrieb ab. Familiäre Unwägbarkeiten, unerfüllte wie erfüllte Lieben, Zweifel und Schaffensdrang und natürlich auch der Zugang zu Geld und Anerkennung spielen dabei maßgebliche Rollen.

 

Basis des Stückes sind wissenschaftlich aufgearbeitete Versionen von Brahmsbiographien, die in fiktive Episodenszenarien eingewoben sind.

 

Besetzung: 1m/1w (variabel mit kleinen Anpassungen auch für 2m)

Zeit: Gegenwart

Ort: Multifunktionsraum (Büro-Besprechungs-Einzelprobenraum) im Theater

Dauer: 100 Min

 

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Club27: Sehnsucht Zukunft

Schauspiel
(2m; 1 Bühnenbild; 80 Min)

Glanz, Glamour und scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten für jeden, der es will – das ist es, was uns die mediengesteuerte Welt vorgaukelt. "Club 27" wirft einen Blick darauf, wie Jans Leben, der ein begehrtes Casting gewonnen hat, fünf Jahre danach aussieht, welche Wünsche, Träume und Perspektiven sich ihm förmlich aufdrängen. Jan ist 22 und ein gefeiertes Teenie-Idol  - schon am Zenit einer erfolgreichen Musikerkarriere, beliebt und materiell abgesichert. Er hat seine Schäfchen im Trockenen – möchte man meinen. Doch auf der Karriereleiter ganz oben angekommen, sieht er für sich als Perspektive nur mehr den Tritt ins Leere. 

UA 2015 Literatur.pic.nic

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Lichtblick (UA frei)

Fünf Szenen von Christina Jonke
Besetzung: 1m/2w; 1 BB; Dauer 90 min.

Eva und Alexander waren lange Zeit ein glückliches und erfolgreiches Architektenpaar. Nach einem Motorradunfall vor vier Jahren ist Eva im Wachkoma. In der Hoffnung auf Rehabilitation hat Alexander die alleinige Pflege übernommen. Doch nach Jahren der Einsamkeit, Überforderung und Aussichtslosigkeit verlässt ihn allmählich die Kraft. Als letzten Ausweg hat er eine Flasche hochgiftiger Bella-Donna-Tropfen besorgt.
Ein kurzer Lichtblick ist das Auftauchen von Zohra, einer ehemaligen Psychologin, die jetzt als Asylwerberin und Putzhilfe versucht ein neues Leben zu beginnen.

Die beiden handlungsfähigen Figuren sind im Stück eigentlich der Spiegel für die Individualität der pflegebedürftigen Eva. Durch das Generieren von Erinnerungsversatzstücken erhält sie Profil und Charakter.

Das Stück ist als Plädoyer für das Individuum hinter jedem nicht mehr leistungsfähigen Körper gedacht. Denn genau das wird oft angesichts kranker, behinderter, handlungsunfähiger oder pflegebedürftiger Menschen vergessen.

 

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Risiko

Kammerspiel
(3w; 1 Bühnenbild; 90 Min) - Verlagsrechte: www.adspecta.de

Amelie - delogierte Künstlerin, die im Gastgewerbe jobbt
> Bea - will aus einem alten Hotel ein gemütlich-familiäres Asyl für Menschen in Not machen
Claudine - Immobilienmaklerin, Beas erfolgreiche Schwester

Zeitlicher Ablauf:
Bild 1: eine kalte Nacht
Bild 2: am Morgen danach
Bild 3: zwei Wochen später

Ein Kammerspiel als Versuchslabor für Loyalität, Opportunismus, Wendehalsakrobatik und Sozialromantik.
Amelie ist Kunstmalerin und wurde gerade delogiert, als sie nach einem Streit mit ihrem Chef auch noch ihren Job als Kellnerin verliert. Bea lädt sie zu sich nach Hause ein - in ihr renovierungsbedürftiges altes Hotel, aus dem sie ein gemütliches und freundliches Asyl für Menschen in Not einrichten will. Amelie nützt Beas Gutmütigkeit schamlos aus, fordert mehr Komfort, noch mehr Hilfsbereitschaft und Entgegenkommen. Unverschämt beginnt sie Bea herumzukommandieren. Als sie Claudine, Beas Schwester kennenlernt, macht sie Bea bei ihr schlecht. Schließlich wird es Claudine zuviel und mit einer List zeigt sie ihrer Schwester, welche Laus sie sich mit Amelie in den Pelz gesetzt hat. Die Situation eskaliert, Bea wirft Amelie raus. In ihrer Not versucht Amelie die beiden Schwestern noch einmal gegeneinander auszuspielen - doch die beiden reagieren unerwartet - zugunsten von Beas Projekt.

UA 2019 ARGE BühneK - Trailer (c) Kreativstudio Robert Puchner

 

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Wölfe kitzeln

Schauspiel - Rechte: Theaterverlag Adspecta
4m/4w + NR; 2BB,; 100 Min

Anatol sieht endlich Licht am Ende des Tunnels: Nach einer langen aber erfolglosen Zeit des Suchens findet er endlich ein tolles Jobangebot, das alles bietet, was er sich gerade wünscht: endlich wieder an sein früheres Leben anzuknüpfen und sich als nützliches und respektiertes Mitglied der Gesellschaft zu fühlen. Er wird zu einem Vorstellungsgespräch in die größte Werbeagentur der Stadt eingeladen. Ein Vorgespräch läuft noch ganz gut, ein Test erscheint ihm etwas seltsam, doch was danach kommt, artet in einen menschenverachtenden Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Bewerbern aus. Ein böses Spiel um die Gunst des Arbeitgebers beginnt.

 

Dramatisches Ziel: Am Ende stellt sich die Frage: Ist derjenige, der das Spiel gewinnt, wirklich ein Sieger? Sind Arbeitssuchende „frei zum Abschuss“? Dürfen sich Unternehmen ihnen gegenüber alles erlauben, weil der Arbeitsmarkt heiß umkämpft ist? – Das könnte man jedenfalls meinen, wenn man die Überhand nehmenden Skandale in der Arbeitswelt verfolgt. Das Stück denkt hier einfach nur konsequent weiter, übertreibt da und dort ganz bewusst und wirft dabei die Frage nach Alternativen auf.

Erwerbsarbeit bestimmt seit geraumer Zeit und immer umfassender der sozialen Status und damit einhergehend das Selbstwertgefühl.

 

Anatol Blau war erfolgreicher Werbegrafiker bis seine Agentur „A13“ Pleite ging. Nun ist er seit einem halben Jahr arbeitslos. Die ersten beiden Wochen waren noch ganz angenehm, doch seit Kurzem belastet ihn die Situation, er fühlt sich ausgegrenzt und nutzlos. Er wird immer mürrischer, in sich gekehrt. Er geht nicht mehr aus, trifft keine Freunde und macht keinen Sport mehr. Jeglicher Antrieb fehlt. Alles dreht sich für ihn allein um die Arbeitssuche.

Beim Vorstellungsgespräch dann gibt er sich - ganz der Werbebranche entsprechend - forsch, selbstherrlich, eitel und arrogant. Am Ende reflektiert er sein Verhalten und schämt sich dafür. Sein Outfit ist akzentuiert modisch.

 

Bea: Blau: Anatols Frau ist Lehrerin. Sie fühlt sich von Anatol mit den familiären Angelegenheiten im Stich gelassen, sie ist leicht überfordert damit, Beruf und Familienarbeit ohne partnerschaftliche Unterstützung zu meistern. Sie versteht nicht, dass Anatol weder ausgeht, seine Hobbys pflegt, sich um den Haushalt kümmert, noch seine viele freie Zeit sonst wie konstruktiv nutzt. Dennoch unterstützt sie ihn, wo immer sie es vermag. Sie liebt ihren Mann. Sie ist selbstbewusst, gepflegt und wirkt sehr natürlich.

 

Clara/ Clemens Blau: Tochter/Sohn (je nach Spielerpool m oder w zu besetzen) von Anatol & Bea. Sie studiert vergleichende Literaturwissenschaften – ein Orchideenstudium, das ihr nichts bringen wird – wie ihre Eltern meinen. Clara ist temperamentvoll, fröhlich und positiv denkend.

 

Donald Schäfer: Assistent des Personalchefs. Unauffällig, elegant, ein Ehrgeizling. Benimmt sich devot bis gönnerhaft – will es sich mit niemandem verscherzen. Er mag Anatols unverblümte Art.

 

Ferdinand Münz: Bewerber, der vorher bei einem Zeitungsverlag war, wirkt konservativ, ist geschwätzig, macht sich gerne wichtig, hat aber selten eine eigene Meinung – später stellt sich heraus, dass er der Personalchef Stefan Bruder ist. In dieser Position zeigt er seine zynische Seite und genießt das „Katz-und-Maus-Spiel“.

 

Gundula Schöne: Bewerberin, die eine Ausbildung an der grafischen Hochschule gemacht hat. Daher kennt sie den Mitbewerber Hans Maier. Sie bewirbt sich heimlich, da sie noch in einer Agentur arbeitet. Sie ist elegant, selbstbewusst, zielstrebig, mitfühlend und kokett – später stellt sich heraus, dass sie die Arbeitsinspektorin für diesen Branchenbereich im Unternehmen ist.

 

Hans Maier: Bewerber. Er ist arbeitslos und war davor als Grafiker in der kleinen Agentur „Cross Media“ angestellt. Er ist gerade dabei, eine Geschlechtsumwandlung vornehmen zu lassen. Er sieht gut aus, man sieht es ihm an, dass er großen Wert auf gepflegtes Äußeres legt, unauffällig elegant gekleidet. Er wirkt unsicher und ist schnell beleidigt.

 

Ida: IdentitätsAnalyse - Mechanische Stimme für den Einstellungstest.

 

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Presse

 


Lorbeerrauch (UA frei)

Fast eine Komödie von Christina Jonke
(Besetzung: 2m/9w - (seniorInnentauglich); Bühnenbild: 1; Dauer: cirka 80 Minuten) Theaterverlag adspecta.de

Sonja ist eine vermögende Frau. Gerne unterstützt sie ihre Freunde. Immer und immer wieder. Ihrem charmanten Mann finanziert sie Ausstellungen, einer Freundin kauft sie Unmengen an Zeitschriftenabonnements ab, damit diese mit ihrer Buchhandlung über die Runden kommt. Der Schwägerin greift sie finanziell unter die Arme, damit sie mit ihrer Fernsehkarriere als Schauspielerin durchstarten kann.   
Jeder profitiert von Sonjas Gunst und alle haben sich sehr daran gewöhnt. Nur Sonjas Schwester Marie neidet ihr den Reichtum. Als sich Sonja ihren Lebenstraum einer kleinen Villa auf Madeira erfüllt erntet sie statt Beifall Ärger. Und so schmieden Marie samt Freundinnen einen Plan aus, um Sonja die Villa wieder abzujagen. Der dazu angeheuerte Taxitänzer Henri soll sie umgarnen, heiraten und sich dann wieder scheiden lassen. Dadurch will Marie an zumindest die Hälfte der Immobilie kommen. Doch die Strategie geht nicht auf... Am Ende siegen Loyalität und wahre Freundschaft.

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In fremden Schuhen (UA frei)

Dramatischer Dialog
(2m; 1 Bühnenbild, cirka 80 Minuten)

Robert sitzt am Bahnsteig und beobachtet die vorbeieilenden und wartenden Menschen. Er fühlt sich in ihren Alltag ein, stellt sich vor wie sie leben und lieben, was sie sorgt und antreibt. Als Geri auftaucht wittert Robert die Chance seinem Bahnhofsleben durch ein Gespräch weitere Nuancen hinzu zu fügen. Eheliche Gepflogenheiten, berufliche Herausforderungen, geheime Wünsche – Robert gelingt es schnell Geris Vertrauen zu erlangen und das Gespräch lang Teil dessen Leben zu sein.

Es scheint verlockend sich in das Leben anderer einzumischen und sich damit von den eigenen Problemen abzulenken.

 

Die weibliche Fassung dieses Dialogs feiert am 8. Oktober 2020 die Urauffürung.

 



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Wovon Frauen träumen oder Rache ist weiblich (UA frei)

Schauspiel
(4w - variabel; 1 Bühnenbild; 90 Min)

Lena wird bald 40. Zeit für einen Rückblick. Was ist aus ihren Hoffnungen und Träumen geworden? Und: Gelten sie noch? Im Fitnessstudio macht sie sich mit ihrer Trainerin fit für die nächsten 40 Jahre, fit fürs Leben, fit für die Liebe. Sie will überprüfen, ob an dem alten Sprichwort „Alte Liebe rostet nicht“ eventuell doch ein Funken Wahrheit steckt. Doch was sie erfährt ist keineswegs rosarot.

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Nelly (UA frei)

Fast ein Monodrama
(3w/ ev. 2 w, 1m – 1 Deko / ca 90 Min.)

Eva Ehrlich, 35 ist Journalistin und steht mitten im Leben, meistert mal besser mal schlechter Beruf, Kinder, Mann und Haushalt. Da trifft sie die schockierende Nachricht, dass Nelly, ihre beste Freundin aus Kindertagen, nach einem Schlaganfall im Krankenhaus liegt. weiter »»


Leben Secondhand (UA frei)

Sozial-Drama - Drehbuchexposé
(3m, 5w + NR/ 2 Bühnenbilder mit jeweils 2 Schauplätze / 90 Min.)

Ernst war auf Du und Du mit Armani, Gucci und Kenzo. Nun lebt er unter der Brücke. In den 1980ern war er der Star der Nobelmarkenverkäufer. Nach seiner Scheidung von Gertrud, einem Model, ging er bankrott und landete als Clochard unter der Brücke. Sein Schicksal wendet sich, als er Eva begegnet.weiter »»


Highlife im Wartezimmer

Schauspiel
(3m/3w + NR; 2 Bühnenbilder; 90 Min.)

Von Ehemann, Söhnen und Geliebtem verlassen geht Ida auch noch mit ihrer Buchhandlung pleite. Sie stürzt in ein tiefes Loch der Verzweiflung was in einer massiven Realitätsverweigerung mündet. Als gesellschaftlichen Ersatz wählt sie die Patienten in Wartezimmern diverser Ärzte.

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